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Entlastung für Energiepreise, Arbeit und Wirtschaft – was kommt und wann?

Die gestiegenen Energiepreise haben die Politik dazu veranlasst, über Entlastungsmaßnahmen nachzudenken. Was im Einzelnen geplant ist, lesen Sie hier. 

Die Bundesregierung hat ein Paket an Entlastungen beschlossen, das kurzfristig wirken soll und zu einer Entlastung der privaten Haushalte und Unternehmen führen soll. Zu finden sind Maßnahmen, die die Kosten der Energie beeinflussen sollen, ein „Krisenbonus“ für Beschäftigte sowie eine Reform der Krankenversicherung.

Zunächst soll ab dem 01.05.2026 die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter – für einen Zeitraum von zwei Monaten - reduziert werden.

Arbeitgeber dürfen im Jahr 2026 eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszahlen, mit dem Ziel, die gestiegenen Kosten im Alltag kurzfristig abzufedern. Die Zahlung beruht auf Freiwilligkeit (ob und wie viel).

Die Gegen-Finanzierung soll durch eine Erhöhung der Tabaksteuer erreicht werden.

Ferner ist zum 1. Januar 2027 eine Reform der Einkommensteuer geplant. Hier soll eine Entlastung der kleinen und mittlere Einkommen erreicht werden. Helfen dabei soll eine Anpassung des Einkommensteuertarifs, um die sogenannte kalte Progression stärker abzuflachen. Weiterhin wird die Schwelle für den Spitzensteuersatz angehoben, allerdings bei wahrscheinlicher Erhöhung des Spitzensteuersatzes. 

Auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung sollen umfassende Reformen beschlossen werden. Ziel soll sein, die Ausgaben einzuschränken und die Einnahmen zu stabilisieren.

Nach Einschätzung der Koalition handelt es sich um einen ersten Schritt. Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen sollen folgen, sobald die nächsten Reformvorhaben konkretisiert sind.